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A77 Studiopegel

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    A77 Studiopegel

    Ich habe von einem Tonstudio eine A77 Halbspur mit angeblichen Studiopegel-Ein- und Ausgängen bekommen. Kennt jemand eine solche Spezialausführung? Sind dort nur die Pegelregler auf den Boards verstellt oder sind andere Boards / Bestückungen drin? Ein- und Ausgänge sind jedenfalls ganz normal Standard-Cinch. Allerdings sind die großen schwarzen Revox-Bandteller mit Kernen drauf.

    #2
    Hallo,
    ich würde mich beim Verkäufer erkundigen, was er als Studio Pegel definiert.
    Möglich wäre, dass er -10 db als Heimstudiopegel ansieht und das ist ok und bei cinch-Anschlüssen auch üblich. In USA und auch immer mehr in Deutschland fährt man +4 db. Ob das eine A77 bei vertretbarem Klirrfaktor noch hinbekommt weiss ich nicht.
    Die übliche Norm bei der ARD ist noch +6 db, wenn ich richtig informiert bin und da zweifle ich doch sehr mit der A77.
    Also bitte nachfragen.
    Grüsse
    Ernst

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      #3
      Danke für den Beitrag, aber die Dinge liegen wohl anders: der Studiopegel, der gemeint ist, sind die üblichen 0 dB relativ > also +6dBu. Betrachtungen wie Klirrfaktor, Vollausteuerung, usw. beziehen sich ja auf die Band-Magnetisierung, die man ja beliebig mit den Spannungspegeln an Ein- und Ausgängen korrelierend "mitziehen" kann. Mir geht es eigentlich darum, ob es von der A77 eine entsprechende Ausführung gegeben hat, die ein- und ausgangsmäßig +6 dBu "kann / macht" und wie ) ob sich diese elektrisch vom A77 Standard unterscheidet.

      Sorry übrigens für den Doppeleintrag zu diesem Posting, da habe ich mich vertüddelt.
      schüchte

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        #4
        Hallo revoxus,

        Es gibt eine solche Ausführung: Die A77-Professional oder auch A77-ORF.

        Äußerlich an den "fehlenden" Aussteuerungspegelstellern unter den VU-Metern leicht zu erkennen.



        Die Maschine hat nur erdfrei-symmetrische Ein- und Ausgänge (+ 6 dBm für Vollaussteuerung bei 514 nWb/m). Diese Werte sind sicherlich in gewissen Grenze anpassbar (Leitungspegel/Vollaussteuerungsbandfluß).



        Technisch sind die erdfrei-symmetrischen Eingänge durch Eingangsübertrager auf einer kleinen Subplatine realisiert (auf der Trägerplatine, dort wo normalerweise die Aussteuerungspegelsteller-Poti's montiert sind). Für den Ausgang durch einen Leitungsverstärker mit trafosymmetriertem Ausgang auf einer in einer "normalen" A77 nicht vorhandenen Platine (links neben dem Capstan-Motor).



        Der Op-Amp A 102 ist bei älteren ORF's ein schwarz vergossener Hybrid-Baustein, bei neueren Modellen ist er diskret auf einem Sub-Platinchen aufgebaut.



        Die weiteren technischen Detail-Unterschiede kannst Du aus der A77-Schaltungssammlung aus Schori's Onlinedokumentensammlung ersehen.

        Mfg,

        Uli

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          #5
          Leider sind " Schori's Seiten " schon seit einiger Zeit nicht mehr zu erreichen.
          Schade!
          LG
          freak
          Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen - das Schweigen wäre bedrückend (Robert Lembke)

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            #6
            Die A77ORF -ich besaß derer zwei, von denen eine vor vielen Jahren verschenkt wurde, eine aber noch da ist- erlaubt die Veränderung der Eingangsempfindlichkeit nicht ohne weiteres. Die Eingangsübertrager 1:1 (BV 354.001.081 der Fa. Beyer, Heilbronn) sind sehr, sehr heikel, was ungeeignete Belastungen anbelangt. Sie müssen sekundär möglichst genau mit 50kOhm abgeschlossen werden, was Studer mit einem nachgeschalteten Spannungsteiler 47k+820Ohm+2k2 Serienwiderstand vor dem verhältnismäßig niedrohmigen Aufsprechverstärker auch tut. Solange man 'so' in diesem Bereich der 50k verbleibt und den Aufsprechverstärker ordnungsgemäß ansteuert, lässt sich der Spannungsteiler ggflls. ein wenig umrechnen, wobei die komplexe Last nicht übersehen werden darf. Man muss probieren (und wissen, was man tut).
            Potis für diesen Zweck existieren im Gerät nicht.

            Der Ausgangsverstärker der A77ORF ist um Klassen besser, als das, was sich bei A77 und B77 sonst Ausgang nennt, da erstmals die Möglichkeiten neuzeitlicher Bänder ohne Herumzaubern mit dem 'Volume-Steller' der Abhörsektion ausgereizt werden können, ohne dass der Ausgang das Signal assymmetrisch klippt (bei B77 geht's über den Kopfhörerausgang besser...)

            Ich weiß nicht recht, warum der an sich ordentliche Kompromiss (1,55 V für 514 pWb/mm) der A77ORF verlassen werden soll, wo doch die meisten Analogpulte heute in diesem Bereich (+4 bis +6 dB für Nennausgangsspannung) arbeiten. Fixe Werte für die Eingangsempfindlichkeit -ich brauchte sie für DOLBY und Telcom C4- haben viel für sich.
            Grundsätzlich macht der Umgang mit der A77ORF reine Freude, auch durch den gegenüber den anderen Versionen geringfügig erhöhten Bandzug.

            Weniger erfreulich ist ein kleiner Bug im Ausgang der A77ORF: Wenn man den Wahlschalter für den Ausgangsmodus auf 'mono' schaltet und den Volumesteller auf 'voll offen' dreht, werden auch die beiden Kanäle des symmetrischen Ausganges monofonisiert.

            Wer ansonsten Unterlagen zur A77ORF braucht, möge sich -Schoris Seite sei nicht zugänglich, lese ich- per Mail an mich wenden. Ich habe die Materialien.

            Hans-Joachim

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