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    Umspulen

    Hallo,
    ein Bekannter, der von sich behauptet, ein großer Tonbandkenner smoke zu sein, gab mir den Rat, grundsätzlich nur direkt von Spule zu Spule umzuspulen, d.h. unter Umgehung der Bandführungen und Tonköpfe. Besteht dabei nicht die Gefahr, daß das Band durch ein zu großes Moment ruiniert wird, besonders bei einer schnellspulenden Maschine?
    Viele Grüße
    Marc
    http://people.freenet.de/plattenwechsler/dual.htm

    #2
    Hallo Marc,

    das Band streift am Anfang bzw. Ende am Knopf des Zählwerkes (B77/A77), weshalb das zumindest bei diesen Geräten keinen Sinn macht.

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      #3
      Hallo Matthias,
      Du hast Recht, aber dies gilt nur für große Spulen. 18er z.B. schleifen nicht, zumindest auf der A77. Ich verwende bevorzugt 18er Spulen. Und natürlich muß man irgendetwas zwischen die Birne und das Photoelement halten, da die Maschine sonst auf Stop geht...
      Viele Grüße
      Marc
      http://people.freenet.de/plattenwechsler/dual.htm

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        #4
        Hallo!
        Na ja, der Bandwickel wird natürlich - eh keine Spezialität der A77 - noch schlechter!
        Und dann kann man die Bänder nicht lagern, weil immer wieder einzelne Wicklungen weiter rausgefallen sind.
        Und übrigens: Bei der A77 gibts nur eins: Birnchen rausziehen und danach wieder reinstecken. Wenn ich die ganze Zeit irgendwas halten muss, schlafen mir ja die Hände ein ;-))

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          #5
          Hallo,
          klar, der Bandwickel wird am besten im Wiedergabebetrieb, und selbstverständlich spult man so selten wie möglich um. Die Birne sitzt bei meiner Maschine sehr stramm... beim Versuch, sie mit einer Radiozange rauszuziehen, platzte sie und ich mußte die Reste mühsam rauspopeln... aber egal... meine Eingangsfrage lautete sinngemäß "Schadet das 'Direktspulen' dem Band oder der Maschine?" Der linke, bewegliche Bandführungsstift steuert doch irgendwie den Bandzug, oder? lächeln
          Viele Grüße
          Marc

          <small>[ 01. M&auml;rz 2002, 18:28: Beitrag editiert von: Marc Lesselberg ]</small>
          http://people.freenet.de/plattenwechsler/dual.htm

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            #6
            Hallo,
            bezüglich des Umspulens ist folgendes zu sagen: Mit der Zeit werden alle Bandführungen leicht magnetisiert, weshalb man diese Teile auch von Zeit zu Zeit entmagnetisieren sollte. Beim Umspulen aber auch beim Abspielen werden daher immer geringste Änderungen am Band vorkommen.
            Wichtiger ist jedoch, daß durch diese Umspulmethode der Bandwickel unsauber wird, was besonders positiv für die Lagerung ist. Je unsauberer das Band gewickelt ist, desdo höher ist die Kopierdämpfung. Wenn nämlich die Spuren des Bandes direkt übereinander liegen, beeinflussen sich diese durch die unterschiedliche Magnetisierung. Und das kann man deutlich hören, insbesondere wenn die Bänder sehr dünn sind.

            Dago

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              #7
              Hallo!

              Dieses und andere Themen sind ein wenig schwierig, weil man sehr schnell "im Wald" landet ....

              Nur ein Beispiel:

              Der "Profi" mag Bänder mit einer rauhen Schichtseite, weil damit das Band die Köpfe beim Betrieb sauber hält. Der "Amateur" macht sich mehr Sorgen um die Haltbarkeit seiner Köpfe und nimmt lieber Bänder mit möglichst glatter Schichtseite.
              Bei der Kopierdämpfung ist das auch so eine Sache - genau betrachtet schadet dem Band bzw. der Aufnahme am meisten, wenn man es abspielt - weil auch das Abspielen das Band mit den Köpfen und anderen Teilen in Kontakt bringt und damit die Information auf dem Band angreift. 100% sauber werden die Teile auch mit dem besten Entmagtisierungsverfahren nicht. Weil lustigerweise eigentlich sogar schon die Aufnahmen auf dem Band magnetisierend wirken.

              Die "Profis" lagern die Bänder im vorgespulten Zustand mit einem möglichst sauberen Bandwickel. VOR dem Abspielen wird das Band zurückgespielt, weil die geringe Magnetisierung duch Kopiereffekte damit wieder verschwindet.

              Und SOOOO dünne Bänder würde ich auf einer A77 nicht benutzen, dafür geht sie nicht sorgsam genug damit um. Ausserdem ist der Kopiereffekt auch zB von der Umgebungstemperatur oder der Stärke des Magnetfelds auf dem Band abhängig.

              Fahre ich hohe Pegel - wie ich zB ;-)) - dann habe ich eine höhere Kopiergefahr - trotzdem sollte man die Kirche im Dorf lassen und nicht immer unser Thema nur unter messtechnischen Gesichtspunkten sehen.

              Schlechte Kopierdämpfung erkenne ich doch nur, wenn man das "falsche" Signal hört - wer seine Maschinen in Ordnung hält, wird damit wohl kaum behelligt werden.

              Um zum Thema zurückzukommen:
              Ich würde Bänder nie so wie im ursprünglichen Beitrag beschrieben umspulen - alleine schon wegen des unsauberen Wickels; der Effekt, dass der unsaubere Wickel das Durchkopieren des Magentfeldes verhindern könnte, ist mir zu weit hergeholt. Bei einer Spurbreite von üblicherweise 2mm oder mehr, bleibt immer noch genügend Übrig, um die nächste(n) Wicklung(en) zu beeinflussen.

              Genug gepredigt winken

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                #8
                Hallo Marc,

                mit den 18ern habe ich das noch nicht ausprobiert. Die Sache mit dem schlechten Bandwickel ist aber sicher ein Argument, da dies beim Abwickeln im Play-(REC-)Betrieb auch die Präzision des Bandlaufes auf jeden Fall verschlechtert.

                Die Wickelmotoren der A77 sind nicht geregelt. Der linke Stift ist nur ein federndes Ausgleichselement, er hat keine elektrische Funktion. Bei Deiner Methode wird also das Band sicher nicht stärker belastet. Dennoch würde ich zugunsten des Bandwickels die herkömmliche Methode wählen, was bei guten Bändern und gepflegten Bandführungselementen kein Problem sein dürfte.

                Wenn Du das Band schonen willst, solltest Du nur 26,5er Spulen verwenden. Hierdurch wird die Kraft der relativ starken Wickelmotoren beim Anfahren sanfter umgesetzt (größerer Wickelkern), d.h. der Anzug geschieht nicht ruckartig. Und es müssen nicht die teuren Aluspulen einschl. Alu-NABs sein, die Novodur-Spulen (Plastik) laufen am besten. Alu ist eine, in der Tat verlockende lächeln , rein optische Angelegenheit. Wenn man viel editiert, kann man die Alutrichter der NABs außerdem zum leichteren Drehen der Spulen verwenden.

                <small>[ 01. M&auml;rz 2002, 19:39: Beitrag editiert von: Matthias U. ]</small>

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                  #9
                  Hallo,
                  vielen Dank für Eure Beiträge. Hab' wieder mal 'ne Menge gelernt winken Bezüglich Kopiereffekten, langer Lagerung etc. mache ich mir nicht allzugroße Gedanken, da ich keine "wertvollen" Aufnahmen habe (alles kommt von Vinyl oder CD). Beim Umspulen (über die Bandführung) eines ansonsten sehr guten Bandes kam es zu starkem Abrieb an der rechten Umlenkrolle (nicht an den Tonköpfen), und zwar nicht flächig, sondern von den Kanten des Bandes her. Die Spulen waren beide verriegelt und der Wickel war gut. Liegt's an der Rolle?
                  Viele Grüße
                  Marc
                  http://people.freenet.de/plattenwechsler/dual.htm

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                    #10
                    Hallo Marc,

                    die rechte "Rolle" ist, wenn Deine Maschine im Originalzustand ist, ein feststehender Bolzen. Hier kann sich auch bei guten Bändern mal was ablagern.

                    Man kann diesen Bolzen gegen das gleiche Kugellager wie auf der linken Seite (Ersatzteil) austauschen und damit dieses Problem zumindest ein wenig in den Griff kriegen.

                    Die Puristen werden jetzt sicher Einspruch erheben, daß man diese Veränderung nicht vornehmen darf, aber ich habe sowohl bei der A77 als auch bei der B77 hiermit nur beste Erfahrungen gemacht. breites_

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                      #11
                      Hallo Matthias,
                      das mit der rechten Rolle (oder dem Bolzen eben) hatte ich mir auch schon überlegt. Jetzt fühle ich mich bestätigt lächeln Ich werde so ein Ding mal bei Revox ordern... Ist bei der Montage etwas besonderes zu beachten?
                      Schönes Wochenende
                      Marc
                      http://people.freenet.de/plattenwechsler/dual.htm

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                        #12
                        Hallo Marc,

                        das Kugellager hat die Bestellnummer 41.99.0102. Zudem benötigst Du noch zwei Distanzscheiben mit der Bestellnummer 1.077.121-09-10. Die Zentrierschraube, die das Kugellager bzw. den Bolzen hält, sollte mit einem möglichst großen Schraubenzieher gelöst werden, damit die Kanten nicht beschädigt werden. Hierzu gab es vielleicht mal einen Spezialschlüssel. Die beiden Distanzscheiben kommen zwischen die Führungshauben und das Kugellager (je eine pro Seite), damit es sich drehen kann.

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                          #13
                          Hallo Matthias,
                          habe die Teile bereits bestellt, obwohl Revox-Berlin sagt, das Kugellager rechts verändere die "Bandzugparameter". Kann ich mir nicht so recht vorstellen... thinker So einen Spezialschlüssel werde ich mir wohl selbst basteln, bevor ich die Schraube vermurkse... kopfhöre
                          Viele Grüße
                          Marc
                          http://people.freenet.de/plattenwechsler/dual.htm

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                            #14
                            Hallo Revoxer,

                            -- Wir haben schon über die Thema diskutiert; und obwohl ich dann darüber zugestimmt habe, dass der rechte Umlenkblock wie konstruiert starr bleiben muss, doch habe ich auch einen Kugellager rechts. Meine Erfahrungen sind z.Z. positiv; der Wickel beom Umspulen ist sauberer (besonders bei Rundfunk-Bänder; der Wickel beim Umspulen gleicht dem vorherigen Abspielwickel, heutiger Abspielwickel gleicht zu dem Fabrikwickel = fast wie ein Spiegel!). Die Maschine wickelt auch etwas ruhiger und marginal schneller.
                            Den etwas "wuppigen" Start habe ich so kompensiert, indem ich den linken Band-Stabilisator zerlegte und die Achse + Gleitlager mit sehr zähem Silikonöl füllte. Ich habe manche Gedanken über dynamischen Druck das Band -- Tonköpfe während Abspielen gemacht, doch nehme ich an, dass die Bandgabel auch den Druck kompensieren und ich nehme an, dass die Köpfe nicht schneller als normal abreiben.

                            Wenn die Sulen auch stark mit statischen Elektrizität geladen sind, dan hilft mir der folgende Trick: ich lasse einen ganz dünnen Wasselstrahl in Becken und lasse die Spulen ganz vorsichtig den Wasserstrahl berühen; ich lasse keinerfalls den Wasser den Band berühen!

                            Nachdem ist der Wickel noch sauberer lächeln .

                            Viele Grüsse aus Crikvenica, Kroatien,

                            Edi Zubovic smoke und kopfhöre

                            PS. Ich zerlege die Umlenkblöcke mit Sechskantsteckschlüssel #8, dabei achte ich, dass ich ganz zart drehe und nicht mit dem Schlüssel und den Stahlteller Kontakt mache(Ästetik!); bei Wiedermontieren schraube ich alles mit Hand fest.

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                              #15
                              Hallo Edi,
                              wie machst Du das mit dem 8er Schlüssel? Ein Steckschlüssel faßt doch überhaupt nicht den runden Kopf der Zentrierschraube, oder sieht das bei deinem Gerät anders aus? Ich habe die normale A77. Bin gerade dabei, mir aus einem kleinen Malerspachtel ein Werkzeug zu feilen, das den Schraubenkopf in den beiden Schlitzen packt. Mal sehen ob's funktioniert...
                              Viele Grüße
                              Marc kopfhöre

                              Ergänzung: Malerspachtel ist viiiiieeel zu elastisch - funzt nicht! winken Hat jemand einen besseren Vorschlag?

                              <small>[ 02. M&auml;rz 2002, 17:02: Beitrag editiert von: Marc Lesselberg ]</small>
                              http://people.freenet.de/plattenwechsler/dual.htm

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