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    B215 Neuerwerbung

    Hallo zusammen

    ich konnte vor kurzem eine B215 aus erster Hand, ungeöffnet und äußerlich in einem perfekten Zustand inkl. Original Anleitung und Stromkabel erwerben.

    Funktionen an sich sind alle einwandfrei gegeben,
    aber natürlich gibt es die vermutlich üblichen Probleme:

    - Vor- oder Rückspulen muss häufig öfter gestartet werden

    - Bei der Wiedegabe ist teilweise ein Flutter im Ton bemerkbar und ich meine es kling vllt. etwas dumpf

    Konnte bisher nur mit alten Tapes testen, hab mir jetzt auf jeden Fall NOS Tapes bestellt, vermute aber das wird nicht viel ändern.

    Reinigung Tonkopf und Capstan Wellen ist bereits erfolgt. Als nächstes tausche ich die Andruckrollen.

    Was meint Ihr dazu ? was sollte bzw. könnte ich noch tun, um das B215 wieder auf 100% zu bekommen

    Danke Euch vielmals !
    Andreas

    #2
    Hallo Andreas,

    das Laufwerk braucht eine ordentliche Revision nach so vielen Jahren.
    Die Elektronik braucht ebenfalls eine Revision.

    Entweder kannst du das selber machen oder gibst das in den Service zu Revox.

    Gruß,
    Bernd

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      #3
      Mir ist vor etwa zwei Jahren ein B215-E mit vergleichbarem Fehlerbild zugelaufen. Resultat war dann eine Komplettrevision in VS. Letztlich war viel mehr defekt als anfänglich vermutet, denn funktioniert hat er ja...
      -- "The threshold for disproving something is higher than the threshold for saying it, which is a recipe for the accumulation of bullshit."
      Dr Bill Softky, Redwood Neuroscience Institute.

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        #4
        Guten Tag,

        jede Woche erreichen mich Anfragen von Leuten die irgendwo ein Revox Gerät erstanden haben und dann feststellen mussten das es einen erheblichen Reparaturbedarf gibt. Das scheint in diesem Fall ähnlich zu sein, ein optisch guter Gesamteindruck darf nicht darüber hinweg täuschen das diese Geräte über 40 Jahre alt sind. Der Glaube man könne selber mit einem Tausch der Andruckrollen, oder einer kleinen Korrektur hier und dort, ein solches hochwertiges Gerät selber instand setzen ist dabei weit verbreitet. Die Resultate eines solchen Unterfangens finde ich dann auch in meinem Mail Ordner mit der Bitte doch zu helfen, man habe ja viel Geld für das Gerät bezahlt und wolle dies nun auch nutzen können, fast immer der gleiche Text. Einge Male habe ich mich überreden lassen und weil ich ein sehr fairer Mensch bin viel Lebenszeit investiert um den Murks zu beseitigen. Das ist seit einiger Zeit vorbei und ich lehne jede Reparatur mit einem solchen Hintergrund ab. Es wird ohne Fachwissen, dass entsprechende Messequipment, ohne passende Werkzeuge und vor allem funktionierende Messbänder rumgebastelt bis sich die Balken biegen. Fällt euch eigentlich auf wieviele neue Anmeldungen es hier im Forum gibt die genau ein solches Problem haben. Ich kaufe ein Revox Gerät, wenn etwas nicht klappt frage ich in einem Forum und schwubs ist mein Problem gelöst. Warum haben wir über viele Jahre Berufe erlernt, können dann noch über 40 Jahre Berufserfahrung vorweisen und stossen trotzdem manchmal bei komplexen Fehlern immer noch an unsere Grenzen? Vor einer Woche hatte ich die Anfrage gleich zwei B215 zu überholen, der Besitzer hatte bei Revox in Löffingen angefragt und ist vom Stuhl gefallen als er die Kosten vernommen hat. Revox hat übliche Stundensätze und die Kosten in Höhe von 2000-2500 Euro sind gerechfertigt! Das sollte hier bei solchen Fragen auch erwähnt werden. Ich möchte noch einmal klar sagen das hier viele hilfsbereite Revox Freunde sind und es wird auch fachgerecht geantwortet. Aber fragt euch mal selber wie Sinnvoll das bei einigen Fragestellern wirklich ist. Auch wenn vielen eine solche klare Stellungnahme nicht passen wird, so ist es aus meiner Sicht an der Zeit gerade von uns alten Radio und Fernsehtechnikern hier Klartext zu reden.

        Gruß Jörg Haase

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          #5
          Hallo zusammen,

          Danke für Eure Antworten ! Natürlich habe ich auch schon an eine komplette Revision Elektronik + Laufwerk gedacht. Gerät ist aus einem Nachlass und ist mir von Freunden angeboten worden, da Sie wissen das ich
          behutsam damit umgehen werde. Ich habe mich schon
          intensiv hier im Forum und über andere Quellen eingelesen, als gelernter Elektroniker traue ich mir
          die Revision der Elektronik zu, aber vor dem Laufwerk und der Mechanik habe ich Respekt. Bei Plattenspielern kenne ich mich auch mit der Mechanik recht gut aus, aber bei Tapedecks weniger. Genau deswegen versuche ich ja über Euch den sinnvollsten Weg zu finden, ggf. relativiert das den letzten Kommentar etwas. Einfach ohne Plan darauf loslegen kenne ich nicht, ggf. läuft es dannauch auf eine Revision bei Revox hinaus, ich möchte die Technik aber auch verstehen. Vielleicht Jörg kannst du mir Tips geben zum wichtigsten Messequiqment, den erforderlichen Messbändern und wie ich eine Bestandsaufnahme des LW durchführen kann.
          Jeder fängt ja mal mit einer neuen Materie an.
          Gutes Werkzeug habe ich ansonsten seit Jahren

          Danke Euch vielmals !
          Andreas


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            #6
            Dann sollte man das Laufwerk nach Revox einschicken.
            Hierfür sollte man eine vierstellige Summe einplanen.
            Hat aber danach sehr lange Ruhe. Bei meinem ist das
            Laufwerk 2013 überholt worden und es funktioniert immer
            noch einwandfrei.
            Gruß
            Rolf

            Wo auch immer der Profit winkt, wird die Moral unbequem

            Kommentar


              #7
              Zitat von Andy_Muc Beitrag anzeigen
              Hallo zusammen,

              Danke für Eure Antworten ! Natürlich habe ich auch schon an eine komplette Revision Elektronik + Laufwerk gedacht.

              Danke Euch vielmals !
              Andreas

              Hallo Andreas,

              wenn man einen China/ Japan Kracher auf den Tisch bekommt dann ist das was anderes als beim Revox Laufwerk.
              Es ist das mechanisch aufwendigste Laufwerk was ich kenne. Es ist wie eine Bandmaschine gebaut.

              Es gibt einige Laien und gelernte Elektroniker die eine Revision gemacht haben.
              Vielleicht magst dich in die “hier” dokumentierten Revisionen Einlesen?

              LG,
              ​​​​​​​Bernd

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                #8
                Hallo Bernd,

                gute Idee, da habe ich jetzt schon begonnen mir einige Berichte im Forum durchzulesen bzw. einige Kapitel im SM von Revox.

                Was meine Idee war, bitte korrigiert mich gerne wenn nicht sinnvoll, mit den Andruckrollen zu beginnen.
                Die sind definitiv ausgehärtet. Im SM ist das gut beschrieben (mit den Federwagen etc.), mir ist aber auch klar, dass ich damit das Thema Revision nicht umgehen kann. Hab nur den Eindruck dass dies oft ein noralgischer Punkt ist und singulär auch durchführbar wäre und dann weitersehen wir sich das Verhalten ändert. Oder ist das keine gute Idee ?

                Danke Dir !
                LG
                Andreas

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                  #9
                  Ich habe meine B 77, B 795, B 215 und B 250 bei revox-online revidieren lassen.
                  Bei Revox-Fieber hilft kein Arzt oder Apotheker!

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                    #10
                    Hi Andreas,

                    natürlich kannst du mit Druckrollen anfangen.

                    Woher wirst du diese beziehen?...das Deck mag nicht jede x-beliebige. Dann brauchts du eine Ventillehre (oder Schieblehre) um die, was war es schon gleich...0,1mm?, Distanz zu einhalten. Das Deck mag es nicht wenn das Band nicht schön auf der Rolle liegt. Sich eine Spiegel-Kassette zu basteln, oder kaufen, schadet nicht.

                    Aber....

                    Betrachte die Sache logisch; das Ding ist etwa 40 Jahre alt...ein paar weinge Tröpfen von dem guten PDP65 Öl könnten die Sinter-Lager sicherlich verkraften. Dies wäre der noralgischer Punkt und mein erstes Anliegen.

                    Entfernst du die Kapstanwellen:
                    - reinige zuerst die Kapstanwellen-Portion zwischen den beiden Lagern...man braucht nicht alles durch den Lager ziehen
                    - markiere die Position der Halteclips an den Schwungmassen
                    - sei vorsichtig mit den Kapstanwellen und den Scheibchen, Drucklager usw...notiere die Reihenfolge, Anzahl und Orientierung...am besten L/R getrennt aufbewahren
                    - zieh auch die A721 Anleitung zu Rate.

                    Das zweite wäre sicher zu gehen dass die Andruckrollen-Arme frei und leicht drehen.

                    Dies sind die "einfachen" mechanischen Arbeiten, die auch auf dem Küchentisch zu schaffen sind.

                    Sieh UNBEDINGT AB! vom "justieren" der Köpfe und des Schwenkträgers!

                    Um Wow und Flutter zu kontrolieren empfielt sich eine Messkassette mit einem 3150Hz, oder 3000 Hz Ton, und ein Messgerät - Software (WFGUI 8) ist einfach, gut und frei bei Alex Nikitin. Zur Not kannst du dir die 3150Hz selbst aufnehmen und halt mehrere male die Gleichlaufschwankungen checken. Miss am Anfang, in der Mitte und zum Ende des Bandes.

                    So, zuerstmal reichts.

                    Gruß
                    Borut


                    PS: Ach ja....Fotos zu machen kostet heutzutage nix!!!

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