dies ist nur ein kleiner Erfahrungsbericht mit einer Neuerwerbung, mit der ich selbst so nicht mehr gerechnet hätte ...
Ach ja, ein paar Fragen sind auch enthalten ;-)Vorab: Mit der H-Linie bin ich am Rande mal in Kontakt gekommen, weil mir jemand zusammen mit einer Vor-/Endstufe ein H11 verkauft hat. Es ist sicher ein ganz ordentliches Cassettendeck, nur hat mich einerseits überrascht, dass es so gar kein "echtes" Revox ist, andererseits fand ich das schlichte und zugleich etwas barocke Design komisch. Deshalb habe ich auf folgende Revox-Linien dann (bestimmt völlig zu Unrecht) kaum noch geachtet, obwohl allein schon der H5 sicher ein guter Verstärker ist, denke ich.
Nun aber habe ich aus einem Anfall von Neugier doch bei jemandem zugegriffen, der einen B25 und B26 (Mk III? auf jeden Fall mit den breiten Seitenteilen) zu verkaufen hatte. Wirklich billig waren sie nicht, aber im Netz gibt es kaum Fotos des B25-Innenlebens, und so war ich einfach gespannt, was die Geräte zu bieten haben.
Ich muss sagen: Viel mehr, als ich erwartet hätte! Das Design ist richtig klasse, auf kaum einem Foto konnte ich vorher erkennen, wie gut es sich in der Realität macht. Es sieht äußerst wertig und gut verarbeitet aus. Der Deckel ist zwar aus eher dünnem (Alu-) Blech, auch sonst ist daran alles sehr kratzempfindlich, der Lautstärkedrehregler auch auch minimal Schlupf, was etwas stört, aber sonst finde ich doch alles sehr Revox-like. Die Anzeigen sind richtig schön. Auch das Bedienkonzept finde ich - entgegen ersten Befürchtungen - völlig überzeugend. Schon spannend, wie der "kleine Bruder des B260" die automatisch herausgefischten Sender selbständig im Speicher nach Rundfunkanstalten und ihren Programmen sortiert ... Sehr gefällig, das Ganze.
Den B22 habe ich (noch) nicht und weiß auch nicht, ob das sein muss. Vielleicht hat den ja jemand und kann berichten, wie er sich im Vergleich zu einem B226 schlägt. Entspricht das B21-Cassettendeck eigentlich dem H11?
Im B25 ist wohl mal die Endstufe eines Kanals repariert worden. Dort befinden sich nun nicht mehr die hübschen Sanken-Transistoren, sondern Chinaware. Keine Ahnung, was ich davon halten soll. Der Verstärker läuft ja, aber lassen die sich ansonsten überhaupt noch original ersetzen? Leider gibt es ja (im Netz) auch nicht so ohne weiteres ein Schaltbild zu finden ...

Kommentar