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B150 verstärker probleme

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    B150 verstärker probleme

    Hallo liebe Revoxfan gemeinde,
    hier die Geschichte
    Zwar habe mit meinem schmuckstück folgendes Problem;
    Als ich den Verstärker neulich eingeschaltet hab um cd zu hören hab ich nur noch ein fürchterliches Kratzen aus den Lautsprechern gehört, dachte zuerst es wäre die cd und nach kurzem test festgestellt das es vom Verstärker kam.
    Ok nun den Kabels überprüft alle lautsprecherk. ab geschraubt und einzeln wieder dran und bei jedem Lautsprecher verstärker an und geprüft.
    Hier nun der Fehler
    Lautsprecherausgang am Verstärker der linke Kanal bei A und B kommt nur noch verminderte musikleistung mit viel gekratze raus, die rechte Seite ist voll intakt.
    Nun die Frage
    Kann mir da vielleicht irgend jemand sagen was es da gekillt hat,
    oder tipps geben oder vielleicht an wenn ich mich wenden könnte??
    Viele elektrofachleute die ich hier gefragt habe die kennen ja noch nich einmal den Revox und so leute will ich da nicht dran schrauben lassen...!!??

    Nun schon mal vielen Dank an alle die sich die mühe und Zeit
    gamacht haben um das zu lesen und mir vielleicht dann weiter helfen zu können.

    Mfg
    Thomas

    #2
    AW: B150 verstärker probleme

    Hallo Thomas,

    1) Hast Du schon alle Sicherungen gestestet?
    2) Falls kein "Erfolg" bei 1), hast Du ein Service Manual zum Gerät? Traust Du Dir eine Eigenreparatur zu, bzw. hast Du geeignete Werkzeuge und Meßeinrichtungen?

    Gruß
    eckibear

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      #3
      AW: B150 verstärker probleme

      Hallo eckibear,

      danke für deine Antwort...
      Sicherungen sind ok.
      Die Serviceanleitung hab ich!
      Für Meßungen hätte ich ein Multimeter zur verfügung und Werkzeuge
      kommt drauf an was..?!
      An den Revox würde ich mich schon dran trauen wenn ich wüßte was und wo..??!!

      Gruß Thomas

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        #4
        AW: B150 verstärker probleme

        Na ja, zu den Werkzeugen würde ich mindestens einen guten (und geerdeten) Lötkolben und lieber auch gleich ein Oszilloskop und Testgenerator gesellen.

        Anscheinend liegt ein Fehler im Hauptverstärker vor. Um weitere Schäden abzuwenden sollte man wenn überhaupt die Lautsprecher nur noch mit einem größeren Vorwiderstand anschließen 220 Ohm, 1/4 Watt. Damit ist zumindest der Lautsprecher vor Rauchentwicklung geschützt. Die Revox Schutzschaltungen schauen i.d.R. leider nur auf DC Fehler. Wenn die Endstufe aber aus irgendeinem Grund im HF Bereich schwingt (mit Oszi zu sehen) bekommt sie das nicht mit und brät munter die Lautsprecher (HT) durch.

        Ich habe leider nur die Manuals anderer Revox Verstärker B251, B285, jedenfalls nicht vom B150.

        Das normales und einigermaßen systematische Vorgehen habe ich schon in einigen älteren "Mitteilungen" im Forum dargelegt (Suchfunktion). Zuerst immer alle internen DC Spannungen nachmessen, diese sind oft im Schaltplan schon angegeben, weitere oft im Beschreibungsteil des Service Manuals.
        Hauptverdächtige bei spontanem Ausfall sind neben Sicherungen alle Halbleiter (Transistoren IC's). Bei etlichen Revox Verstärker ist die Hitzeentwicklung einiger Treibertransistoren ein bekanntes Problem, das über die Zeit zur Ablösung von Leiterbahnen führt, manchmal auch zum Auslöten (Lot wird irgendwann brüchig). Das kann leicht am abgeschalteten Gerät geprüft werden Zuvor unbedingt NETZSSTECKER ZIEHEN!!, s. Warnhinweis in meinen Beiträgen zum B251. Die fraglichen Transitoren wackeln recht leicht in ihren Lötaugen, ein untrügerisches und sicheres Zeichen. Eine Reparatur ist in diesem Stadium leider recht aufwändig, man muß ggf. Hohlnieten einpressen und herumflicken, alles eher unerbaulich.

        Ein anderer häufiger Störfall ist das defekte Relais am Ausgang, i.e. Kontaktprobleme. Dies scheint aber hier leider nicht der Hauptverdächtige zu sein; solange es noch "laut kracht" kann der Kontakt noch nicht so schlecht sein (dann oft nur leises Kratzen, manchmal überraschende Selbstheilung beim Anklopfen bzw. Herumwackeln, typisch Wackelkontakt eben).

        Versuch erst mal, mit aller gebotenen Vorsicht, den Wackeltest an den Treibertransitoren. Danach brauche auch ich ein Service manual (habe schon alle mir bekannten Webseiten abgeklappert, das B150 ist mir dabei nicht untergekommen).

        Gruß,
        eckibear

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          #5
          AW: B150 verstärker probleme

          Zitat von eckibear Beitrag anzeigen
          Danach brauche auch ich ein Service manual (habe schon alle mir bekannten Webseiten abgeklappert, das B150 ist mir dabei nicht untergekommen.
          Gerade gefunden, war im Anhang des B250 service manuals.
          Verdächtige Wackelkandidaten (außerhalb der SPD ) sind Q14 (2SA968) und Q15 (2SC2238).

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            #6
            AW: B150 verstärker probleme

            Hallo Thomas,

            zur näheren Lokalisierung des Fehlers:
            tausche zunächst beide Endstufenbaugruppen gegeneinander aus.
            Also rechte Endstufe auf den linken Steckplatz und umgekehrt.
            Schaue anschließend nach, ob der Fehler "mitgewandert" ist.

            Ist dies der Fall, liegt ein Defekt auf der entsprechenden Endstufenkarte vor.
            Wenn nicht, verbirgt sich der Übeltäter weiter vorne im Signalweg.

            Nimm zur Hörkontrolle irgendeinein altes, ausgedientes Lautsprecherchassis.
            Wie Ecki schon beschrieben hat, ist mit instabilen Endstufen nicht zu spaßen.
            Ehe man sich versieht, könnte sich ein teurer Hochtöner sang- und klanglos verabschieden
            - was unlängst einem Freund von mir beim unvorsichtigen Hantieren mit Verstärker-Einstellpotis prompt passiert ist.

            Grüße.
            Michael
            You have to be trusted by the people that you lie to,
            So that when they turn their backs on you,
            You´ll get the chance to put the knife in.(Waters/Gilmour)

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              #7
              AW: B150 verstärker probleme

              Hallo eckibear
              und Michael,

              super danke für euere tipps und danke eckibear für deinen umfassenden Bericht der möglichen fehler bei der ich beim lesen schon fast angst bekommen hab, nun hab heute leider erst Zeit gefunden um nach dem Revox zu schauen. OK folgendes hier mein Bericht bis jetzt....
              Ich habe mir erstmal ein Erdungsband besorgt,
              und hab dann mit aller behutsamkeit erstmal den wackeltest durch gefürt. Bei dem test ist mir nicht's ungewöhnliches aufgefallen also alle Transistoren waren fest. Hab dann mit einem großen weichen pinsel auch gleich mal vorsichtig abgestaubt. Nun dachte ich bevor ich die Endstufen tausche teste ich nochmal ganz kurz. Angeschlossen und....
              HMMMM OK fehler war weg...???!!!
              Hmm blöd, ist es ein wackler??
              Nun, ich habe den Verstärker jetzt mal offen gelassen und warte mal was ihr dazu sagt...

              Mfg
              Thomas

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                #8
                AW: B150 verstärker probleme

                Wackelkontakte an den Steckverbindungen sind durchaus möglich.

                Zum einen von den Stifte oder Federbuchsen, wenn diese schon leicht angelaufen sind, oft ist ein mehr oder wenig dunkler Belag auf der Metalloberfläche zu erkennen, der auf chemische Reaktionen zurückzuführen ist.
                Diese Beläge auf keinen Fall einfach abschmirgeln, dadurch würde das unter dem Kontaktwerkstoff liegende Material freigelegt. Dieses ist aber in aller Regel noch anfälliger gegen Korriosion (irgendwie logisch, sonst hätte man es gar nicht erst vergütet). Besser ist abreiben mit etwas Alkohol und betupfen mit Kontaktöl (Silikon) in geringstmöglicher Menge, das Öl benetzt die Oberfläche auch dann noch erfolgreich. Ein- und Ausstecken entfernt auch einen Teil der Beläge, hilft aber mittel- und langfristig oft nicht.

                Ein anderer, sehr gemeiner, Effekt sind kalte Lötstellen und Haarrisse auf den Platinen. Das Problem damit ist, daß man diese oft kaum erkennen kann. Fehlfunktionenn treten dann je nach mechanischer Verspannung der Platine oder/und Temperaturzustand der Bauteile auf. So gesehen kann ein Austausch der Platinen zum "Erfolg" führen, denn die mechanischen Verspannungen ändern sich dabei leicht.

                Wenn der Verdacht auf solche Fehler weiterbesteht kann man notfalls mit einem Vorwiderstand am Lautsprecher den Verstärker testen: Am besten einen Sinus-Ton, z.B. von einer Test CD, aufschalten und vorsichtig an den Platinen oder einzelnen Bauteilen/Stecken wackeln. Dort wo es kratzt liegt das Problem. Mit etwas Glück findet man so die Schwachstelle oder kann sie zumindest einkreisen.
                Eine gründliche visuelle Vorab-Inspektion der Platine und deren Lötstellen kann auch schon zum Ziel führen. Besonders verdächtig sind alle thermisch belasteten Zonen, oft schon durch lokale Braunverfärbung des Platinenmaterials zu erkennen.
                Wie schon zuvor muß betont werden, daß diese Arbeiten am offenen und angeschlossenen Gerät nur mit größter Vorsicht und geeigneten Schutzmaßnahmen durchzuführen sind: Isolierte Werkzeuge (z.B. auch Plastikstäbchen zum Wackeln), ggf. dicke Gummi oder Neopren-Handschuhe aus dem Baumarkt (diese sind aber eigentlich nicht geprüft und zertifiziert für Arbeiten an elektrischen Geräten, die "richtigen" sind aber sehr teuer). Wenn möglich Trenntrafo einsetzen. Immer nur eine Hand am Gerät.

                Grüße,
                eckibear

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