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B 291

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    B 291

    Hallo analoge Leidensgenossen,

    ich möchte hier mal ein paar Worte über meinen B 291verlieren.
    Ich fand an sich das Design der Revox Tangentialplattenspieler,immer etwas gewöhnungsbedürftig,aber irgendwie auch nicht schlecht.
    Mit der Zeit reifte der Entschluß,sich noch so ein analoges altes Schätzchen zuzulegen,wobei ich mehr zum B 791, oder B 795 tendierte,da der B 291,wenn er denn mal irgendwo angeboten wurde,immer im Verhältnis zu den Anderen,für astronomische Summen wegging.
    Über den B 790,hatte ich auch in anderen Foren gelesen,daß er noch ein paar Kinderkrankheiten haben sollte (welche??),die bei den Neueren behoben sein sollten.
    Irgendwann wurde dann doch ein B291 (ist ja ab Werk fernsteuerbar),in der Bucht angeboten,Bild war nicht besonders gut,Beschreibung noch weniger,aber das Gerät stand in der Nähe meines Wohnorts.
    Also sind ein paar Mails hin und hergegangen,wobei sich rausstellte daß das Gerät aus Erstbesitz stammt,es aber jetzt mit anderen Revox Geräten verkauft werden sollte.
    Wäre voll funktionsbereit,und ich machte,sollte ich ihn ersteigern, persönliche Abholung und vollen Funktionstest aus,und nur wenn dies einwandfrei laufen sollte,würde ich zahlen.
    Nun hatte ich das Glück,daß er dann nur unwesentlich teurer als ein vergleichbarer B 790/791 wurde,und es ging ans abholen.
    Nextel war sehr gut,alle Schalter funktionierten,ebenso die fernsteuerbaren Funktionen,der Klang war aber für das eingebaute Elac D796 H30 schlecht,sehr aufgebläht dumpf,und kaum Höhen.
    Na egal,ist das System eben nicht mehr voll i.O.,muß man eben ein Neues montieren,die orginal Einstellehre mit der Artikelnummer 05790 gab es dazu.
    Zu Hause angekommen,habe ich erstmal die Gleitrohre des Arms gesäubert,mußte den Aufsetzpunkt für Singles korrigieren,da er immer zu früh sich absenkte,und dann auch noch die Gummimatte berührte.
    Also das auch eingstellt,und wenn wir schon mal dabei sind können wir doch die orginale Einstellehre mal ausprobieren,viel kann man an dem System ja wohl nicht mehr kaputtmachen.
    Einstellehre aufgesetzt,paßte irgendwie nicht so richtig,also Bedienungsanleitung,die ich mir zwischenzeitlich kopiert hatte,zur Rate gezogen,und siehe da,für den B 291 hat es wohl mal eine Eigene gegeben!!
    Es trotzdem mit dieser versucht,man konnte schon erkennen,daß das System nicht richtig saß,aber um die Nadel richtig auf das Loch einzustellen,dafür bedarf es bei der Revox Einstellehre,ja schon hellseherischer Fähigkeiten.
    Auch die Tonarmwaage ist ein schlechter Witz!!
    Da erinnerte ich mich, daß ein Forumsmitglied,so hatte ich hier gelesen,die Lehren nachbauen sollte.
    Da waren auch schöne Fotos dabei,und es sah alles besser aus,als die Orginalteile.
    Also Emody eine PN geschickt,und nachgefragt,ob er soetwas noch macht,und ich eine für meinen B 291 bräuchte.
    Für lächerlich kleines Geld eine bei ihm bestellt,und auf sein Anraten hin auch eine Shure Tonarmwaage bei Amazon gekauft.
    Das System lief nach der Einstellung mit der Revox Lehre,schon viel besser,als vorher,aber immer noch nicht so wie ich es mir vorstellte!
    Dann kam die Einstellehre aus der Schweiz von Eugen,sauberst gearbeitet,mit kleiner Anleitung,und auch einem Loch,das man die Nadel auch genau mittig einstellen kann,und passen tat das ganze auch auf Anhieb!!
    Alles damit eingestellt,ist bei dem kleinen Tonarm,natürlich etwas fummelig,und braucht seine Zeit,das Auflagegewicht noch mit der Shure Waage eingestellt,wieder alles angeschlossen,und Lp von der Quitschetante Tina Turner aufgelegt,und siehe da,saubere tiefe Bässe,glasklare Höhen,was will man mehr.Und ein schönes breites tiegestaffeltes Stereopanorama.
    Sollte also jemand keine Einstellehre für seinen Revox Dreher haben,so ist es wirklich die bessere Wahl,Eugen seine zu nehmen!(keine Anbiederei,sondern meine Erfahrung).
    Jetzt hoffe ich daß meine Elac System noch ein paar Stunden läuft,da es ja keine Orginalnadeln mehr gibt,ist, wenn es nicht mehr läuft,dann natürlich ein Systemwechsel angesagt.
    Aber das ist dann eine andere Geschichte

    Und nun noch viel Spaß,mit euren alten analogen Drehern (und nur darauf kommt es an,auch beim digitalen Musikhören,natürlich )

    Viele Grüße
    Peter

    #2
    AW: B 291

    Hallo Peter,

    ein umfassend revidierter und neu lackierter B791 mit dem Elac ESG 796 H30 läuft auch bei mir zu Hause, eine Original-Ersatznadel ist glücklicherweise noch vorhanden. Zusätzlich steht noch ein unbenutztes Shure V15 III in Reserve. Der B291, den ich in früheren Revoxtagen einmal hatte, war mit dem Shure ab Werk ausgerüstet.

    Ist schon ein Hörgenuss, wenn wir uns "Fragile" in portugiesischer Sprache von Sting anhören.

    Gruß
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      #3
      AW: B 291

      Hallo Bernd,

      werde meinen B291 natürlich auch revidieren lassen,sollten sich die ersten Mucken einstellen.
      Bin bis jetzt mit Aussehen und Funktion sehr zufrieden,vor allen Dingen,seit dem ich das schöne System mit Eugens Einstellehre 1 a einstellen konnte!


      Hier mal ein paar Bilder von dem Schätzchen:



      Und dann noch etwas von meiner Musik,die sich im Laufe der Jahrzehnte angesammelt hat,ELO habe ich komplett von der ersten bis zur letzten LP,Foreigner ist auch vertreten,aber auch Hot Chocolate,Smokie,Herbert Grönemeyer,Alan Parson,Wings,Beatles,Rolling Stones,usw.
      Vieles habe ich dann auf CD nachgekauft,wobei die LP von La Düsseldorf habe ich nicht gefunden,und Time und Sliver Cloud,sind für mich sehr schöne Stücke,(da hat aber jeder seine eigene Meinung,und das ist auch gut so).
      Und dann wären da noch über 400 Singles,und da kann man nicht alles auf CD nachkaufen,zumal da auch nicht nur die großen Hits dabei sind.




      Also,viel Freude mit eurer Musik,und den dazugehörigen Geräten!!!

      Viele Grüße
      Peter
      Angehängte Dateien

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        #4
        AW: B 291

        Zitat von Revoxianer Beitrag anzeigen
        ...eine Original-Ersatznadel ist glücklicherweise noch vorhanden. Zusätzlich steht noch ein unbenutztes Shure V15 III in Reserve
        Hallo Bernd,

        das Thema ist wahrscheinlich schonmal durchgekaut worden, aber trotzdem meine Frage: Altern die Nadeln respektive die elastische Halterung nicht? Ich koennte mir sogar vorstellen dass die Alterung bei Nichtbenutzung schneller vonstatten geht. Oder gibt es Konservierungsmethoden?

        Viele Gruesse,
        Hagen
        .

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          #5
          AW: B 291

          Altern die Nadeln respektive die elastische Halterung nicht?
          Nadeln / Diamanten altern nicht, sie "verschleissen", die Gummis je nach Hersteller schon. Sie verhärten, verlieren die "Weichmacher" oder lösen sich teilweise unter Ozon oder Licht auf...

          Ganz mies: alles von AKG -
          Keine Probleme bisher bei ELAC, Audio Technika, Denon, Shure

          Manchmal gibt der "Spanndraht" nach, was dann dem Gummi angelastet wird. Einige "Reparateure" können aber den Spanndraht reparieren. Kostet allerdings etwas.

          ....
          Mit analogen ReVox-Grüssen

          jkhh

          > Zitat von Wilhelm Busch [1832-1908]: > Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden. ...Dideldum! <

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            #6
            AW: B 291

            Hallo Jonny,

            dass an dem Diamanten nicht viel altert ist schon klar; da habe ich mich wohl etwas ungluecklich ausgedrueckt .

            Zitat von jkhh Beitrag anzeigen
            Keine Probleme bisher bei ELAC, Audio Technika, Denon, Shure
            Liegen Dir Erfahrungswerte vor; d.h. wie lange nach der Herstellung das System noch gut ist?

            Viele Gruesse,
            Hagen
            .

            Kommentar


              #7
              AW: B 291

              Ja, Hagen, habe Erfahrungswerte, Beispiele:

              mein Shure V15IV MR hab ich 1982 aus USA mitgebracht, den letzten original Einschub in 1996 gekauft - der spielt immer noch Top im B790

              Von ELAC hab ich allerdings nur noch das MC-1, MC-System, das ist immer noch Top, allerdings mit neuem Diamanten mit Shibatta-Schliff. War mal im B795 - jetzt im Thorens 321 m. SME 3009. Im B795 spielt jetzt das Shure V15V xMR - hab noch einen Original-Einschub liegen.

              Von Audio-Technica hab ich immer noch das AT-ML180/OCC aus 1985, zweiter Einschub aus 1996 - auch ok.

              Ein Yamaha MC-9 aus 1995 ist immer noch Top im B791.

              Ein NOS AKG P8ES über 1-2-3 für 90€ ersteigert war steinhart! und hat erst mit 4g Auflage (nicht im ReVox-Dreher) einigermassen gespielt - ging dann in die Tonne...

              Kurz mal die Unterscheidung System / Nadeleinschub: gibts nur bei MM. Bei MC sind System und Nadel eine Einheit...

              Bei alten MM-Systemen kann aber auch das System durch Kurzschluss oder abgerissene Drähte defekt sein. Der oben erwähnte Spanndrahtriss tritt manchmal bei MC-Systemen auf...

              ....
              Mit analogen ReVox-Grüssen

              jkhh

              > Zitat von Wilhelm Busch [1832-1908]: > Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden. ...Dideldum! <

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                #8
                AW: B 291

                Für AKG kann ich das bestätigen, P8ES Ersatzsystem in den 90er gekauft und als Insidertip im Kühlschrank gelagert, in 2005 unbrauchbar.
                Grüsse aus Bayern

                Herby

                ------------------------------------->>
                > Sucht kommt von Suchen
                REVOXitis die akute Form der Ansteckung
                REVOXose unheilbares Stadium
                REVOXpathisch Folgeerkrankung STUDERitis

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                  #9
                  AW: B 291

                  Hallo Jonny und Herby,

                  vielen Dank fuer die detaillierten Antworten.

                  Ich koennte mir aber vorstellen dass der Elastomer schneller altert wenn er nicht benutzt wird; ich kenne aehnliche Effekte aus dem Automobilbereich. Darauf zielte meine urspruenglich Frage ab; d.h. ist es ggf. besser ein System zu benutzen anstatt es einfach in den (Kuehl-)Schrank zu legen? Kannst Du dazu etwas sagen?

                  Viele Gruesse,
                  Hagen
                  .

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                    #10
                    AW: B 291

                    d.h. ist es ggf. besser ein System zu benutzen anstatt es einfach in den (Kuehl-)Schrank zu legen?
                    ... gibt sogar "High-End-Hersteller", die ihre Systeme tiefgefrieren

                    - nennt sich dann "Cryogenisieren"
                    Mit analogen ReVox-Grüssen

                    jkhh

                    > Zitat von Wilhelm Busch [1832-1908]: > Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden. ...Dideldum! <

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                      #11
                      AW: B 291

                      weia.....

                      Na ja, ein normaler Elastomer tut's mir auch; die Platten haben Ihre physikalischen Grenzen und meine Ohren sicherlich ihre physiologischen Grenzen die zum Glueck weit von "High-End" entfernt sind .

                      Eine Alterung wuerde ich hauptsaechlich dem Entweichen von zugegebenen Weichmachern zuschreiben. Dies kann durch Einschliessen in gasdichte Behaelter (z.B. Metall) verhindert werden oder aber durch Tiefgefrieren. Wobei hier die Temperatur weit unter dem Punkt liegen muss wo der Weichmacher ausdiffundiert. In jedem Fall verlangsamt die Kuehlung aber die Diffusion; je kuehler desto langsamer.

                      Ich moechte aber nochmal auf die Lagerung oder Benutzungsfrage zurueckkommen: sind Dir Berichte bekannt nach denen eine gelegentliche Benutzung die Lebensdauer gegenueber Lagerung und Nichtbenutzung verlaengert?

                      Viele Gruesse,
                      Hagen
                      .

                      Kommentar


                        #12
                        Elastomer-Alterung

                        Manche "Gummis" verändern sich auffällig wenn sie luftdicht gelagert werden. Das klingt zugegebenermaßen etwas abwegig, liegt aber an der wüsten Chemie vieler dieser Werkstoffe. Der Sauerstoff agiert bei einigen der Zutaten als Inhibitor, er "bekämpft" an der Oberfläche austretende, oxidierbare Bestandteile. Sobald man das Ganze luftdicht verpackt, ist der Sauerstoffanteil aus der Restluftmenge irgendwann chemisch gebunden und los geht's. In einigen Fällen bilden sich regelrecht ölartige Flüssigkeisfilme bzw. Tröpfchen an der Oberfläche. In anderen Fällen wird der Werkstoff total bröckelig. Gängige "NBR" O-Ringe in reinem Stickstoff (gasförmig, Raumtemperatur) halten z.Bsp. etwa 1 Jahr, danach kann man sie praktisch als Pulver wegpusten. Das habe ich auch erst nicht glauben können, habe es aber mehrfach "unfreiwillig getestet", bevor ich an solchen Stellen Viton oder andere Werkstoffe verwendet habe, mit denen es zumindest nicht diesen komischen Effekt gibt.

                        Grundsätzlich stimmt wohl, dass die austretenen Weichmacher den Hauptanteil dieser und anderer Veränderungen bewirken. Eine Dauerkonservierung bei möglichst tiefen Temperaturen ist sicher hilfreich. Fragt sich nur welche Hausfrau das Einlagern von TA-Nadeln in ihrer Tiefkühltruhe duldet, Stichwort WAF

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                          #13
                          AW: B 291

                          sind Dir Berichte bekannt nach denen eine gelegentliche Benutzung die Lebensdauer gegenueber Lagerung und Nichtbenutzung verlaengert?
                          ... nein. Aus eigener Erfahrung kann ich aber berichten, dass Systeme, die längere Zeit nicht in Benutzung waren, ca. 1-2 LP's benötigen, um wieder ihr ganzes Klangspektrum abzugeben. Ist praktisch wie Einspielen eines neuen Systems, allerdings geht es schneller...
                          Mit analogen ReVox-Grüssen

                          jkhh

                          > Zitat von Wilhelm Busch [1832-1908]: > Musik wird oft nicht schön empfunden, Weil sie stets mit Geräusch verbunden. ...Dideldum! <

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                            #14
                            AW: B 291

                            Hallo Eckibaer und Jonny,

                            der Trick mit der Konservendose scheidet also aus; bleibt noch der Gefrierschrank. Diskret verpackt und in der untersten Ecke eingegraben sollte das mit dem WAF keine Probleme geben; ist ja schliesslich keine uebelriechende Chemie die man da einlagern will.

                            Das mit dem Einspielen ist interessant; es klingt aber plausibel dass durch die Bewegung Weichmacher die sich an der Oberflaeche verfluechtigt haben wieder verteilen. Braucht man also nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen falls das System beim ersten Mal testen die Erwartungen nicht erfuellt.

                            Viele Gruesse,
                            Hagen
                            .

                            Kommentar


                              #15
                              AW: B 291

                              Also ich hatte die AKG Nadel bei -18° gelagert. War aber erst ab 3g überhaupt spielbar (natürlich nach 1 tägigem Aufwärmen)
                              Grüsse aus Bayern

                              Herby

                              ------------------------------------->>
                              > Sucht kommt von Suchen
                              REVOXitis die akute Form der Ansteckung
                              REVOXose unheilbares Stadium
                              REVOXpathisch Folgeerkrankung STUDERitis

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