Der B225 ist eine Legende so wie z.b. der Philips CD100, CD202 oder Marantz CD73 und dann noch mit Revox Philosophie:
- Grundsolide Philips Mechanik CDM0/1
- Vorbildlicher modularer wartungsfreundlicher Aufbau (Steckarten)
- Groszugiges Netzteil (kein Klingeltrafo)
- Umfangreiche Funktionen fast schon zuviel
- Grosses Display (nicht ideale Beleuchtung !)
- IR Fernbedienung
- Anständiger Kopfhörerausgang
- Panzerartiges Design... etc.
Nun möchte ich aber Musik hören !
Leider hat der CDP auch der Nachteil seiner Zeit.
Aus den 16bit Daten die auf der CD sind und auch effektiv von dem Laser gelesen werden, können nur 14bit ausgewertet werden. Es gab nämlich nur 14bit Wandler TDA1540. Es kommt aber noch schlimmer, die Daten werden von 16 auf 14bit abgerundet, gefiltert und auf das Vierfache interpoliert. Dafür ist de digitale Filter zuständig SAA7030.
In kurz: 16bit @ 44.1 KHz -> 14bit @ 176.4KHz
Das ganze war „State of the art“ am Anfang der CD Geschichte (von Philips Ende 1979 vorgestellt).
Wenn der B225 einen digitalen SPDIF Ausgang hätte wehre es möglich einem externen Wandler (DAC) anschießen aber SPDIF (Sony / Philips Digital InterFace) war auch noch in der Entwicklungsphase (gibt es erst ab SAA7220 Revox B226).
Ein internen I2S Datenbus gab es auch noch nicht um an die 16bit Daten ranzukommen.
Es gibt aber eine Lösung einen TDA1541A (16bit Wandler von Philips ca.1985) anzuklemmen vor dem digitalen Filter. Der TDA1541A ist übrigens einer der besten 16bit Wandler (wenn nicht der beste 16bit). Er wurde auch bei Revox im B126, B226, A727, A730, H7 verwendet, nicht immer ganz optimal !
Der DAC wandelt in der Abtastgrundfrequenz von 44.1 KHz und nicht bei 176 oder sogar 352KHz wie bei 4x oder 8x Oversampler. Diese Betriebsart wird immer mehr von Audiofans bevorzugt, sie reden von NOS = NO Oversampling. Die analoge Signale müssen sorgfältig auggefiltert werden.
[subjektiv ein] Die NOS DAC klingen anders, natürlicher, einfach analoger [subjektiv aus].
Die Audioindustrie interessiert das naturlicht nicht so: Die „Parallelen „ DAC sind Teuer, die Filterung muss fast individuell abgeglichen werden und die Messdaten sind schlechter (wie Röhrenverstärker !).
Und hier ist der Prototyp: Ein B225 aus der Bucht „wie neu, läst sich nicht Einschalten“.

Baujahr 1984 also noch mit CDM0 (Alte Philips Mechanik) gut gut, leider verbastelt nicht so gut !!!

Also neuer Prozessor, Sicherungen, Beleuchtung, Lademotor, IR Empfänger + Service.


Also DAC und Filter raus, TDA1541A und I/V Konverter rein.


Hochleistung-Operation-Verstärker gegen Trasistor-Diamond-Buffer


Bastelkammer und Messinstrumente...


Zum Nachlesen :
Mein H7 PreDAC: http://www.revoxforum.de/forum/showthread.php?t=7129
MfG, Jean-Yves.




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